Caceres, den 20.März 2016
Außer Geiern und Schwarzstörchen hat der Nationalpark in der nördlichen Estremadura natürlich noch viel mehr zu bieten. Auch hier im Park ist allerdings längst nicht alles mehr heile Welt. Große Teile wurden in den 60iger Jahren mit Eukalyptus Bäumen bepflanzt, an dem Deal mit einer Papierfabrik und Landbesitzern war auch die staatliche Naturschutzbehörde ICONA beteiligt ! Die Eukalyptus-Bäume wurden erst in den 90iger Jahren wieder entfernt. Die dann zwischenzeitlich vegetationslosen Hänge sind mittlerweile mit Pionierpflanzen ( u.a. Zistrosen ) bewachsen und man kann überall Aufforstungsbemühungen mit standortgerechten Baumarten erkennen. Aber es gibt halt auch noch ursprüngliche mediterrane Waldgesellschaften, äußerst selten, und zwar bezogen auf alle Mittelmeerländer !



Aber auch erste blühende Orchideen konnte ich Mitte März entdecken:

Offene Wiesenflächen werden extra angelegt, um die Kaninchenpopulation, die es auf dem felsigen Untergrund nicht leicht hat, anzukurbeln, allerdings nicht als Selbstzweck, sondern als Nahrungsgrundlage für verschiedene Greife:


Der Park beherbergt auch große Bestände von Rothirschen








…ein weiterer Höhepunkt war die Beobachtung eines Brutpaares des spanischen Kaiseradlers, das Männchen bringt gerade Nistmaterial an den Horst und fliegt wenig später wieder ab…
Alle schauen nach oben, auf die Geier, aber ich denke an den Tip eines Kollegen, auch nach unten zu schauen und tatsächlich, am hellichten Tage, ist am Ufer ein Fischotter gerade dabei seine Fischmahlzeit zu beenden…





Aber immer wieder kommt man zurück zu den Schwarzstörchen und Gänsegeiern an den großen Felsen, und deshalb zum Abschluss aus dem Nationalpark Monfrague noch einmal zwei fotografische Reminiszenzen an diese zwei faszinierenden Vogelarten:


Wow, tolle Fotos!
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