Reykjavik, 27.-30. Juni 2016
Reykjavik lässt sich sehr gut mit dem Fahrrad erschließen. Vom in der Stadt gelegenen Campingplatz, der mit seiner großen Vielfalt an Besuchern eine spannende, internationale Atmosphäre bietet, ist man in zehn Minuten mit dem Rad in der Innenstadt. Wir besuchen das gut gemachte Nationalmuseum und einige Klassiker, wie die Hallgrimskirche und die Wikingerschiffskulptur.







Diese sehr kleine Bronzestatue ist um 1000 n.Chr. in Island entstanden. Sie zeigt wahrscheinlich den (norwegischen) Gott Thor mit seinem Hammer, sie könnte jedoch auch eine christliche Bedeutung haben. Thor`s Hammer und das christliche Kreuz sehen sich halt ähnlich:






Von Reykjavik aus warten noch zwei Ziele auf uns, bevor wie uns gen Norden aufmachen. Zum einen machen wir eine eineinhalbstündige Wanderung zu einem warmen Bach bei Hveragerdi. Wir sind allerdings nicht die einzigen, die hier zum Baden herauf marschieren. Mittlerweile hat man längs des Bachbettes Holzstege montiert, um das Ufer zu schützen. Wir finden allerdings noch mühelos ein Plätzchen für uns und genießen das Bad. Bettina ergattert sogar „the Queens seat“ mit einem kleinen Wasserfall, der ihr den Rücken massiert. Das Leben ist schön!






Endgültig zuviel Trubel erleben wir in Pingvellir, wo ganze Heerscharen bzw. Busladungen von Touristen sich erstens den ältesten Versammlungsplatz Islands (Alpingi) anschauen wollen und wo man zweitens so gut wie wohl sonst nirgendwo auf der Welt das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten nachvollziehen kann. Erstaunlich ruhig war es dagegen auf dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Campingplatz im Nationalpark Pingvellir. Es sind doch nur 12 % der Island-Touristen auf Campingplätzen unterwegs…




Dieser für Isländer bis heute „heilige“ Versammlungsort (auch die Unabhängigkeitserklärung von 1944 wurde hier verkündet), wurde in alten Zeiten nicht nur zum jährlichen Gesetze verabschieden genutzt. In diesem Gebiet wurden auch Strafen verhängt, und die tatsächlichen oder vermeintlichen Missetäter hatten hier ihren letzten Gang zu gehen…sicherlich noch nicht auf so schönen Holzstegen wie heute…Wäre es nicht überlegenswert, in Deutschland auch nur noch einmal im Jahr Gesetze zu verabschieden….was könnte nicht alles eingespart werden. Und man könnte es wie beim Alpingi mit einem großen Volksfest verbinden: Beim Alpingi – Platz hat man die Überreste von über 50 Ständen entdeckt, die einmal im Jahr genutzt wurden.

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Halbinsel Snaefellsness




echt schoene Fotos. Ihr macht eine tolle Reise. Vorgestern haben Rick und ich Fotos von Island bei meinem Bruder angesehen. Sehr schoen, aber uns sind trotzdem die Augen zugefallen. Jet lag!
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