Island, Ostfjorde, 16.-19. Juni 2016
Eine schwere Entscheidung: Sollen wir nun im oder gegen den Uhrzeigersinn die Ringstrasse um Island angehen. Wir vertagen die Entscheidung um einen Tag und fahren von der Hafenstadt Seydisfjördur (Supermarkt und Bankschalter) über die „Hauptstadt“ des Ostens Egilsstadir (Daten sim-card für unterwegs besorgen) in eine bezaubernde Bucht samt kleinem Ort Bakkagerdi (Borgarfjördur eystri). Sommerliches Wetter, ein schönes Wiesengelände direkt neben einer Elfenburg als Campingplatz und …. gleich am ersten Tag Papageientaucher satt. Wir beobachten eine Kolonie auf einer kleinen Halbinsel zusammen mit Möwen und Eissturmtauchern. Im Ort gibt es ein nettes Café, und auf der Wiese kann man sein Weizenbier draußen auf dem Campingstuhl genießen…ein verheißungsvoller Start.








Am nächsten Tag gehen wir eine kombinierte Rad- Wandertour in die nächste unbewohnte Bucht an…fehlt nur noch das Schwimmen zum Triathlon.





Wir entscheiden uns für die Südroute, weil wir für die Highlights im Süden und Westen der Insel im Juli mit noch mehr Touristen rechnen, als sich schon jetzt andeuten. Auf dem Weg durch die Ostfjorde erleben wir Island zunächst wettertechnisch von der windigen und regnerischen Seite, was uns allerdings nicht davon abhält, auf der Strasse Nr. 1 (Ringstrasse ) wie auf einer Safari regelmäßig anzuhalten und zu fotografieren…Seehunde bzw Kegelrobben auf einigen Felsen in einer Bucht…ein Rentier….und wie auf einer richtigen Safari bilden sich gleich ganze Ansammlungen von Autos voll mit Touristen…apropos Touristen, wir haben noch nie soviele Franzosen außerhalb Frankreichs getroffen wie hier (nicht einmal in Marokko), Asiaten, US-Amerikaner und natürlich Deutsche bilden weitere große Gruppen. Wir treffen auch sehr sympathische Isländer, die mit ihrem Wohnwagen unterwegs sind. Übrigens lieben die Isländer es ähnlich wie (früher) die Niederländer, mit zu einem Wohnwagen aufklappbaren Trailern unterwegs zu sein. Auf einem Campingplatz auf Heimey (Westmännerinseln) bestand mehr als die Hälfte der Wohnwagen aus entsprechenden isländischen Trailern.
Bei der Umfahrung mehrerer Ostfjorde kommen wir in den Ort Faskrudsfjördur, dessen Strassenschilder zweisprachig auch auf französich ausgestellt sind. Zwischen 1825 und 1914 kamen hier jährlich bis zu 5000 französische Fischer in der Saison zum Fischen! Übrigens genauso viele starben hier in diesem Zeitraum im Nordatlantik !







Wir besuchen Petras Steinmuseum mit einer unglaublichen Zahl privat gesammelter Steine in Stövarfjördur.


Auf dem Campingplatz flattern uns unvermittelt Alpenschneehühner vor das Auto. Die Natur ist in Island sehr unmittelbar. Den Schneehühnern hat bestimmt die kleine neben dem Campingplatz angepflanzte Kiefernschonung gefallen. Achtung: Nicht gegenüber Isländern über die kärglichen Miniwäldchen lästern. Sie sind stolz darauf, dass sie nach und nach wieder so etwas wie Wälder aufbauen!
Für Hobby-Ornithologen hat die Insel zudem den Vorteil, dass man sich – abgesehen von den vielen Möwen und möwenähnlichen Arten – nicht allzu viele verschiedene Arten merken muss. Die Arten , die hier vorkommen, sind dabei aber mit einer so hohen Individuendichte vertreten, wir wir bislang nur selten erlebt haben. Die Wiesen sind voller Bekassinen, Uferschnepfen, Rotschenkel, Regenbrachvögel, Goldregenpfeifer, Austernfischer und Co…









Island gewinnt gegen England bei de EM! Könnt ihr euch das vorstellen? Geschieht ihnen recht den Brexitheinis. Bestimmt ist ganz Island außer Rand und Band.
Viele Grüße, Heinz
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Ihr Lieben wunderbare Eindrücke, ein schönes Land, Ihr werdet wohl etwas aus der Natur gerissen, die Isländer sind sicher aus dem Häuschen.
Feiert mit diesen netten Menschen einfach mit, Liebe Grüße
Dixi
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Hallo Ihr Dauerurlauber!
Kann man Euch irgendwie direkt erreichen. Klara ist neugierig auf ein paar Details zum Wetter und zur gewählten Telefongesellschaft. Hier reden spätestens seit gestern alle nur noch über Island und seine Wikinger-Fußballer.
Lasst es Euch gut gehen und vorallem lasst Euch nicht vom rechten Weg wehen..
Grüße von Andree
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