El Rocio, 16.März 2016
Im wichtigsten Feuchtgebiet Spaniens, der eigentliche Nationalpark hat ohne Pufferzonen über 50.000 ha, hat mich vor allem das riesige, periodisch überschwemmte Marschland fasziniert. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs ist allerdings vieles trocken, selbst die Lagunen im Haupt-Besucherzentrum Acebuche . Aber allein schon die für uns naheliegende Lagune bei El Rocio bot interessante Motive. Interessant war auch die Ausrüstung einiger spanischer Vogelfreunde, edle Swarovski-Spektive vom Feinsten, mit Adapter und Aufsätzen für Nikon-Kameras,…..die fokussierten Ziele sahen durch das Spektiv klarer und brillanter aus als in der Realität ! Schon toll !
Meine erste Suche gilt dem Purpurhuhn, dem Emblemvogel des Nationalparks. Es hat mich sehr an die flugunfähigen Takahe in Neuseeland erinnert. Wie ich jetzt nachgelesen habe, sind sie auch sehr nahe verwandt. Die Ralle wirkt mit ihren unwahrscheinlich großen Füßen durchaus ein wenig tollpatschig, soll aber die einzige Ralle sein, die sogar in den Gebüschen klettern kann….mein Problem: sie verlässt auch die Binsen und Gebüsche kaum und ist daher gar nicht so einfach vor die Linse zu bekommen:
Überall anzutreffen ist der „Glossy Ibis“, der Sichler, der ähnlich wie der Schwarzstorch je nach Lichteinfall grünlich schillernde Flügelfedern trägt:
Schon seltener, aber umso beeindruckender die Exemplare des Löfflers. Ob es dieselben sind, die ich im Souss-Massa-Nationalpark in Marokko oder später bei Tarifa auf der Durchreise gesehen habe….?
Ich beobachte einen Trupp Gänsegeier, die sich plötzlich aufmachen und verdächtig nah an ein Schaf heranfliegen, dass gerade ein Lamm geboren hat….sah bedrohlich aus, wahrscheinlich haben es die Geier aber wohl nur auf die Plazenta abgesehen…..hier hätte ich schon gut ein 600 mm gebrauchen können:
Im Übergangsbereich zwischen Marschland und Waldbereichen sind große Rothirschbestände zuhause….der Hauptgrund weshalb es den noch nicht trockengelegten Nationalpark überhaupt heute geben kann: das Gebiet war jahrhundertelang bevorzugtes Jagdgebiet des spanischen Hochadels und damit unantastbar. Das ehemals königliche Jagdschloss ist mittlerweile privat verkauft. Die Hirsche sind noch da:













Hi Axel, an Dir ist ein Reisebuchautor verloren gegangen. Spannende und informative texte, super Bilder. Du solltest wenigstens ein Buch für Dich selbst herstellen.
GrüÃe auch an Bettina Arne
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Ich bin ja ganz begeistert von den vielen Tieren, deren Namen ich teilweise noch nie gehört hatte.
THOMAS
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