30.4.-1. Mai. Besuch der Insel Korfu. Die Fähren fahren stündlich ab Igoumenitza… und sind trotzdem zumindest mit Autos vollgestopft. Das „Eingeparktwerden auf den Millimeter“ auf der Fähre ist daher immer wieder ein Nervenkitzel. Korfu Stadt glänzt durch großzügige Flaniermeilen und enge Altstadtgassen. Das unmittelbare Umland von Korfu Stadt ist gespickt mit noblen Unterkünften und Stadtvillen, enge Strassen. Ich möchte hier mit keinem breiteren Auto als einem VW Bus herumfahren…
Kaiserin Sissi hat uns auf ihrer Sommerresidenz auf Korfu leider nicht empfangen. Nicht einmal in den grossen von alten Bäumen geprägten Garten hat man uns gelassen. Das Anwesen war einfach ohne Ankündigung bis Juni geschlossen. Außerhalb des weiteren Umfeldes von Korfu Stadt hört die touristische Infrastruktur ziemlich schnell auf (mit Ausnahme bestimmter Strandbereiche). Ganz im Süden finden wir einen idealen, ungestörten Übernachtungsplatz direkt am Meer und ganz im Norden übernachten wir auf einem Campingplatz, der eigentlich noch gar nicht geöffnet hat. Ein netter alter Herr, ursprünglich aus Athen, der ihn betreibt, genießt nach seinen eigenen Worten lieber die Natur und philosophische Bücher, als sich um den Platz zu kümmern. Entsprechend verwildert sah er aus, mit vielen Obstbäumen, total verwunschen! Auf den Stellplätzen stehen die Wiesen hüfthoch. Eine zugesagte Platzhilfe ist krank geworden… Dann macht er halt dieses Jahr drei Wochen später auf…wir durften trotzdem schon übernachten…
Auf zwei Personen bin ich auf Korfu aufmerksam geworden. Ein deutscher Graf von der Schulenburg genießt bis heute auf Korfu größten Respekt: Er hat als Feldmarschall im Dienste der Republik Venedig die Verteidigung Korfus gegen die Türken im Jahr 1716 geleitet.
Und Kostas Georgakis, ein junger Student aus Korfu, der sich 1970 in seiner Studienstadt Genua aus Protest gegen das damalige griechische Militärregime auf einem Platz in Genua selbst verbrannt hat.
Wieder zurück auf dem griechischen Festland, nehmen wir einen Tag später eine angenehme Tagesfähre ( 14-20 Uhr Ortszeit ) nach Brindisi, um den Stiefelabsatz Italiens zu erkunden…






















