Venedig

Freitag, den 17.3.2023. Die Fähre nach Griechenland ist gebucht. Wir haben einen Tag für Venedig und lassen uns durch die Gassen treiben. Direkt neben unserem Campingplatz Fusina geht stündlich eine kleine Fähre in die Stadt. 20 Minuten Fahrzeit! Wir passieren kleine und kleinste Inseln (insgesamt gibt es 121!), fahren an einer kleinen Löfflerkolonie vorbei.

Eine „Vorsaison“ scheint es irgendwie nicht zu geben. Touristen aus aller Welt schieben sich durch die zum Teil engen Gassen. Aber man kann Ihnen ausweichen und sich in das große Labyrinth wagen. Ab und zu endet die gewählte Gasse dann aber im Nichts… bzw. vor einem Kanal… und wir müssen den Rückweg antreten…

Bunte Glasobjekte aus Murano – Glas, also regionale Produktion, gibt es in wirklich allen Formen und Farben. Auch Karnevalsmasken sind hier ein ganz besonderes Kulturgut. Wirklich alle Nobelmarken für Kleidung und Accessoires sind natürlich vor Ort… obwohl, da kenne ich mich nicht so gut aus.

In Venedig wird alles mit dem Boot transportiert…. der alkoholische Nachschub …. danach kommt die Ambulanz schnell mit dem Boot… und am Ende wird man auch mit einem Boot auf eine Friedhofsinsel gefahren.

Die Erfurter „Krämerbrücke“ Venedigs ist die Rialtobrücke. Welche ist älter ?

Zumindest die jetzige Form der Rialtobrücke ( aus Stein ) ist jünger ( Einweihung 1591 ). Die Krämerbrücke ( 1325 ) ist mit 120 m Länge auch viel länger als die viel berühmtere Brücke in Venedig ( 48m ). Viele Eisdielen heißen „Rialto“, aber auf der Brücke ist keine Eisdiele zu finden ( es gibt aber unzählige in Venedig )… im Unterschied zur Krämerbrücke…beim „Eiskrämer“ auf der Brücke in Erfurt gibt es dagegen lecker Natureis … bevor ich hier jetzt länger von Bettinas zeitweiligem zweiten Wohnsitz schwärme … wir haben selbstverständlich auch bei unserem Venedig-Kurzbesuch lecker Eis genossen.

Der Vogel des Tages ist eine Möwe…fragt mich bitte nicht welche Art….zumindest Heringsmöwe oder Mittelmeermöwe kommen in Betracht …

Abends gibt es eines unserer Wohnmobil-Leibgerichte… auf einem kleinen Raclette-to-go !

P.S.: Das auch beruflich für mich relevante Thema „Klimawandel“ verfolgt mich auch hier in Venedig: Venedig ist seit 2020 mittels eines sechs Milliarden schweren Investitionsprogramms „Mose“ ( modulo sperimentale elettromeccanico ), u.a. mit rund 80 mobilen Flutschutzbarrieren, vor Hochwasser geschützt. Allein die Unterhaltung soll rund hundert Millionen Euro im Jahr kosten….aber das alles wird langfristig nichts nützen. Es ist nur eine Frage des wann und nicht mehr des ob, dass z.B. der Thwaites Gletscher in der Westantarktis kollabiert und abbricht, und damit eine Kettenreaktion mit einem Meeresspiegelanstieg in Gang setzen wird, die weite Teile von Venedig unbewohnbar machen werden…..vorerst sind die Venezianer mit „Mose“ und den überall schnell aufstellbaren Stegen für das nächste kleine Hochwasser gewappnet…

1 Antwort zu Venedig

  1. Avatar von Andree
    Andree sagt:

    … eure Möwe dürfte eine Mittelmeermöwe gewesen sein – wenn sie denn gelbe Beine hatte. Oder hoffentlich immer noch hat. Für eine Heringsmöwe ist sie dem Foto nach etwas zu hell auf dem Rücken…

    Eine gute Zeit auf dem Dampfer nach Griechenland wünscht
    Andree

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