Heimaey, Westmännerinseln, 23. Juni 2016
Auf die Westmännerinsel Heimaey fahren wir mit der ersten morgendlichen Fähre, besteigen den Vulkan, besuchen das gut gemachte Heimatmuseum und das neue Vulkanmuseum, essen mittags in der fiskbudin den „finest fish in town“ und abends im Restaurant GOTT wie derselbe in Frankreich. Erst um 21 Uhr besteigen wir die letzte Fähre zurück auf das isländische Festland. Den ganzen Tag „begleitet“ uns in Heimaey der Vulkanausbruch vom Januar 1973, ein Teil der Stadt wurde völlig zerstört. Bis heute hat Heimaey nicht mehr die Einwohnerzahl von 1973 wieder erreicht. Viele mussten damals sich anderswo in Island eine neue Existenz aufbauen und sind nicht mehr zurückgekehrt. Bis heute ist der Fischfang das wesentliche Wirtschaftsgut dieser Insel. Die Einwohner gelten als sehr eigenwillig. In den 50iger Jahren gab es ernsthafte Bestrebungen, sich von Island loszusagen. Heimaey hat keine 5000 Einwohner! Ganz Island übrigens gerade mal 330 000 .
Das neue Vulkanmuseum beschreibt zudem die Geburt einer neuen Insel, Surtsey, Ergebnis eines unterseeischen Vulkanausbruchs zwischen 1963 und 1965. Surtsey ist ein faszinierendes Freilandlabor zu Erforschung der geologischen, floristischen und faunistischen Entwicklung einer zunächst völlig unbelebten Insel….Die am südlichsten gelegene Westmänner-Insel Surtsey ist von Beginn an Naturschutzgebiet und mittlerweile UNESCO-Welterbegebiet. Betreten verboten !
Bilder vom Ausbruch 1973:




Eisiger Wind weht uns während des Aufstiegs zum Eldfell-Krater entgegen. Wie gut, dass es am Kraterrand jede Menge Löcher gibt, aus denen heißer Dampf aufsteigt, nicht zu heiß, so dass man sehr gut auf den warmen Steinen Platz nehmen kann…















Ein weiter Rundgang an der Westseite der Insel…


Beginn der Rückfahrt durch die enger gewordene Hafeneinfahrt, die durch die Lava allerdings jetzt auch geschützter ist als zuvor…



