Südafrika, April/Mai 2016
Unser nächstes Reiseziel lautet erneut: AFRIKA, aber diesmal ganz in den Süden. Wir besuchen unsere Tochter Marlene in Pretoria, die dort für ein Jahr in einem Freiwilligenprojekt mitarbeitet. Unser blauer Bus bekommt eine Auszeit in unserer Auszeit…..für seinen nächsten Einsatz bekommt er neue Bremsbeläge und neue Reifen… Marokko hat seine Spuren bei ihm hinterlassen….
Diesmal also mit dem Flieger am 24./25.April nach Afrika. Unser Freund Ralf hat einmal berechnet, alles über 1000 km darf man ab und zu auch mit dem Flugzeug bewältigen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben…. da machen wir uns doch mit einem guten Gefühl auf nach Johannesburg ! Zwischenstop in Zürich, wo wir noch zwei Wochen zuvor auf dem Landweg auf der Rückreise von Spanien vorbeigekommen sind. Wir gönnen uns ein -angesichts der Preise im Züricher Flughafen – gemeinsames Bier im Transitbereich des Flughafens Zürich.:

Die Entgegennahme des vorgebuchten Mietwagens am Oliver Tambo International Flugplatz in Joburg gestaltet sich deutlich schwieriger als erwartet. Wir sind nicht bereit ein Auto zu übernehmen, dessen Kofferraum sich nicht richtig schliessen lässt. Nicht in Südafrika ! ….Gefühlte drei Stunden später sitzen wir in einem „upgrade“ Toyota-Geländewagen mit „4WD“ und fahren unserem Wiedersehen mit unserer Tochter nach über 8 Monaten in Pretoria entgegen…. Was für ein schönes Gefühl unsere Marlene wieder in den Arm nehmen zu können. Skypen ist da halt doch kein richtiger Ersatz !
In Pretoria besuchen wir Marlenes „Einsatzorte“ und lernen ihre Schützlinge an zwei verschiedenen Einsatzorten kennen. Hier sind einige Kinder, die Marlene im Rahmen eines speziellen Anti-Gewalt-Programms am Nachmittag betreut:

Vormittags ist „Teacher“ Marlene in einem Kindergarten und betreut z.Zt. 4-5 jährige Kinder.


Das folgende Video zeigt eine Gruppe 3-4 jähriger Kinder bei den Proben zu einer Theateraufführung:
Wer näheres über Marlenes Freiwilligenarbeit in Pretoria – sie ist in einem Entwicklungshilfeprojekt, das als „Freiwilliges Soziales Jahr“ über „weltwärts“ anerkannt ist, engagiert – und ihre Zeit in Südafrika insgesamt wissen will, kann in
Marlenes SÜDAFRIKABLOG hineinschauen.
Wir besuchen ihre Mitbewohner in ihrer Groß-WG ( aktuell 12 Bewohner ), zumeist wie unsere Tochter Teilnehmer eines FSJ ( Freiwilliges Soziales Jahr ) und erledigen letzte Einkäufe. Die folgenden Fotos sind in einem Park mitten im Zentrum Pretorias entstanden:


Zwei Tage Pretoria vergehen wie im Fluge und wir starten mit Marlene zu unserer Rundreise. Marlene hat sich für unsere Tour extra Urlaub genommen.
Erstes Ziel: Ein Backpackers genau zwischen der PanoramaRoute und dem Krüger Nationalpark in der Provinz Mpumalanga in Hazyview .
Wir besuchen ein „wild animal rehabilitation centre“ und lernen viel über die Ursachen und den Bedarf an einer derartigen Einrichtung. Ausschließlich menschliche Verfolgung ( Vergiftung, Fallen, etc., aber auch inzwischen Anrufe von Farmern, die nach entsprechender Aufklärungsarbeit des Zentrums nicht gleich zum Gewehr greifen…) führt die Tiere in das Zentrum. Unser Guide Oskar hat profundes Wissen und bringt seine Botschaften mit sehr viel Humor rüber. Nur ein Teil der hier betreuten Tiere hat eine realistische Chance wieder in die Freiheit entlassen zu werden, bzw. überhaupt einen entspechenden Ort zu finden. Daraus macht man hier kein Geheimnis.

Zwei furchtlose Frauen im Angesicht einer gefährlichen Raubkatze !

Ohrengeier gehören zu den sehr großen Vertretern der Altweltgeier:


Ein Leopard, in freier Wildbahn äußerst schwer zu entdecken ! Er hat wahrscheinlich nicht zwischen Wild- und Nutztieren unterschieden…

Die im Center wieder aufgepäppelten Vögel haben noch die besten Aussichten auf ein Leben erneut in Freiheit. Viele werden vergiftet aufgenommen. Unten ein Bateleur – Adler:

Natürlich muss man auch die Panorama-Route mit dem Höhepunkt des Blyde-River Canon gesehen haben. Wir haben das Gebiet gleich zweimal gesehen. Einmal von unten beim Besuch des großen Stausees:


Und einmal klassisch von oben mit Blick auf die „Three Rondavels“


Diesem Hinweis sind wir natürlich gefolgt, auch wenn wir „Beelitzer“ nicht Berliner sind…


Auch die Bourke`s Luck Potholes sind einen Besuch wert:






In einem sog. cultural village des Shangaan – Volkes bei Hazyview erläutert man uns deren Kultur. Der Chief persönlich sitzt auf einem Chefsessel mitten in seinem kleinen Familiendorf und läßt uns auf Anfrage unserer Führerin hinein. Um seine Chefhütte sind die Hütten seiner drei Frauen angeordnet. Falls er sterben sollte , werden Hütten und Frauen an den Nachfolger, z.B. seinen Sohn oder einen Bruder des Chiefs übergehen…den Schlusspunkt setzt eine alte Schamanin, die uns allerlei Wurzeln und deren potenzsteigernde bzw. fruchtbarkeitsmindernde Wirkung erläutert. Sie ist wirklich auf jeden Wunsch eingestellt !

