Krüger Nationalpark, 30. April 2016
Wir bewegen uns bereits Richtung Süden in Richtung Swaziland und wollen zu diesem Zweck einen ganzen Tag durch den südlichen Teil des wohl berühmtesten Nationalparks Südafrikas fahren. In Südafrika steht gerade ein langes Wochenende an. Der 27.April ist Freedom Day, Gedenktag an die ersten freien Wahlen in Südafrika am 27.April 1994. Und der 1. Mai – auch in Südafrika als Tag der Arbeit ein Feiertag – fällt zwar auf einen Sonntag. Aber hier werden Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, kurzerhand auf den darauffolgenden Arbeitstag verschoben ! Solche Lösungen können wir uns auch für Deutschland vorstellen…
Wir sind also vorgewarnt. Bereits um halb sechs Uhr stehen wir deshalb am Phabeni Entrance Gate… in einer Schlange von dutzenden Autos…..rechtzeitig zum Sonnenaufgang dürfen wir dann hinein, nicht ohne vorher die in Südafrika mit Abstand teuerste Eintrittsgebühr für einen Nationalpark bzw. für ein „Game Reserve“ gezahlt zu haben… Der Tag im Krüger Park gestaltet sich zwiespältig. Zum einen haben wir sehr gute Tiersichtungen, der ausnahmsweise bedeckte Himmel führt zu angenehmen Temperaturen, die auch die Tierwelt veranlassen, selbst während der Mittagszeit nicht unsichtbar im schattigen Gebüsch zu verharren…auf der andern Seite macht sich das lange Wochenende bemerkbar… sobald ein Auto irgendwo stehenbleibt, bildet sich sofort eine längere Schlange und scheue Antilopen sind nicht mehr in der Lage, die Strasse zu queren ! Elefanten lassen sich davon allerdings überhaupt nicht beirren:

Kampfadler gehören zu den größten Adlern der Welt ( Spannweite 188-227 cm ):

Drei Schildkröten haben eine Insel zum Sonnenbaden in Beschlag genommen….


… die allerdings auch mal untergehen kann !!

Ein Chamäleon wechselt hier gemächlich hin- und herschwenkenden Fußes die Strassenseite und schaut direkt zurück:


Die unterschiedlichen Bezeichnungen für die beiden afrikanischen Nashornarten white rhino und black rhino haben nichts mit der Färbung der Tiere zu tun ( insoweit kein Unterschied vorhanden ) , sondern beruhen auf einer falschen Übernahme des afrikaans Wortes “ wyd mond neushoorn“, einem Nashorn mit „weitem“ oder „breitem“ Maul…

Die etwas kleineren Spitzmaulnashörner haben wir im Unterschied zu weiteren Breitmaulnashörnern weder hier noch in den anderen Parks, die wir besucht haben, gesehen.



Selten. Ein Hippo tagsüber am Grasen:


Eine Riesentrappe:
Was für ein Blau ! Ein Riesenglanzstar ( Lamprotornis australis )

Eine Tüpfelhyäne lässt sich nicht stören:
Exkurs: Dieser Hybride zwischen Hund und Tüpfelhyäne hielt sich in einem Vorgarten in St. Lucia auf. Dort laufen nachts offenbar nicht nur Flusspferde durch die Strassen ( s. eigenen Beitrag Elephant coast ):

Ein Milchuhu (Bubo lacteus ), Giant eagle owl, ist ausschließlich nur nachts auf Beutefang aus. Wer genau hinschaut, erkennt pinkfarbene Augenlider….wird mit gut 60 cm so groß wie europäische Uhu-Männchen



