erstes Ziel Marokko. Genauer das südliche Marokko. Wir entscheiden uns für eine Fährüberfahrt von Sete ( Südfrankreich) nach Tanger, weil die geplante Ankunftszeit nach 36 Stunden Fahrt: 9:00 Uhr morgens, einen guten Start im Tageslicht in Afrika verspricht.

Hunderte Marokkaner mit schwer bepackten Autos jeder Größenordnung warten geduldig auf die Abfahrt, einige Franzosen mit Pkw und Womos und ganze 3 ( drei ! ) deutsche Nummernschilder ! Wir nutzen die Wartezeit für ein erstes marokkanisches Essen im Hafen von Sete. Statt 18 Uhr erfolgt die Abfahrt erst gegen Mitternacht ! Die MS Sardegna einer italienischen Reederei bietet wenig Comfort. Es ist halt ein Schiff für Afrika und Afrikaner ! Da kommt es wohl nicht so drauf an….abends tolle Stimmung unter den Marokkanern mit Live-Musik und offenbar allen aktuellen Hits in Marokko ! Ein alter Herr fühlt sich immer wieder animiert, zu tanzen, unter lautem Gejohle und Klatschen seiner Landsleute. Das Schiff ist offenbar wirklich mit den Wind- und Wellenverhältnissen überfordert. Statt 36 Stunden brauchen wir ganze 13 Stunden länger. Das lässt sich auch nicht mehr mit den ungewöhnlich langen Kontrollen der französischen Polizei im Hafen von Seite erklären…. ergo Ankunft in Tanger um Mitternacht !! Wir fahren dennoch voller Vorfreude über die Rampe des Schiffes auf afrikanischen Boden….niemand achtet allerdings auf unseren schönen blauen Bus. Alle Leute, die Crew unten an der Rampe, die wartenden Menschen am Hafen, wirklich alle haben nur Augen für einen besonders schnittigen und besonders tiefliegenden ( ! ) Lamborghini Sportwagen, der mit Ach und Krach über die Schiffsrampe kommt….der freundliche Eigentümer hatte uns zuvor verraten, dass der Kaufpreis um die 300 000 Euro betragen hätte und der Einfuhrzoll nach Marokko noch einmal 180 000 Euro….wir können jedenfalls unseren VW Bus besser gebrauchen und können nach weiteren langatmigen Zollformalitäten gegen 1 Uhr nachts unser Marokko-Abenteuer starten.
